Gut Ding’ will Weile haben… Erfahrungen beim ersten Nähabend

Gestern war es endlich soweit: Der erste Abend meines Nähkurses bei stoffe meyer (www.stoffemeyer.de) war gekommen. Bepackt mit Tüten voller Stoff, Schnittmuster und allen erdenklichen Nähutensilien waren ich und die anderen fünf Mitstreiter ganz heiß darauf, uns direkt über die Nähmaschinen herzumachen.

Bevor es allerdings mit dem lauten Maschinengesurre und -gerattere so richtig losgehen konnte, musste erstmal der Stoff zugeschnitten, geradelt und zusammengesteckt werden – was einfacher klingt als es in der Realität ist. Nachdem wir uns also bei diesen „Vorbereitungen“, die für die meisten unserer Mütter wahrscheinlich ein Klacks gewesen wären, mehr oder minder geschickt angestellt hatten, ging es endlich an die Maschinen. Wer sich übrigens schon beim ersten Mal merken kann, wo der Faden von links, rechts, oben oder unten durch irgendwelche Ösen und vorbei an diversen Hebelchen und Häkchen zu führen ist, der muss ein fotografisches Gedächtnis haben… Hut ab. Auch wenn ich es wahrscheinlich nie verstehen werde, wie diese Maschinen es machen… sie nähen tatsächlich; Wunderwerke der Technik.

Das Komplizierteste ist übrigens das Einfädeln des Fadens. Wohl dem, der eine Maschine mit Einfädelhilfe erwischt hatte. Das Glück hatte ich leider nicht… Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Nach gefühlten 100 Anläufen war der Faden endlich durch das Nadelöhr und es konnte losgehen. Erst ganz ganz ganz langsam und vorsichtig, aber schon bald ratterten unsere Maschinen immer schneller und lauter. Das Ergebnis war für das erste Mal schon recht beachtlich: Eine halbwegs gerade Naht ließ das Herz schneller schlagen und die Brust vor lauter Stolz anschwellen. Ein Blick auf die Uhr zeigte allerdings, dass die Zeit schon fast vorbei war. Aber so ist es nun mal – man muss immer dann gehen, wenn es gerade am Schönsten ist.

Jetzt bin ich tatsächlich vollkommen angefixt vom Nähen – ein Glück, dass ich mir bei meinem letzten Besuch bei meinen Eltern in weiser Voraussicht noch die alte Nähmaschine meiner Mutter mitgenommen hatte – dann weiß ich nämlich schon jetzt, was ich am Wochenende tun werde! Ich wette, dass meine Nähkurs-Mitstreiter eine ähnliche Wochenendplanung haben…

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